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Uhren-Lexikon |
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/H:
Halbschwingungen der Unruh pro Stunde. 2 Halbschwingungen bewirken
das „Tick-Tack“ der mech. Uhr und werden als Schwingung bezeichnet. |
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Analoge Zeitanzeige:
Zeitanzeige über ein Zeigerpaar. Aus der Stellung von Stunden- und
Minutenzeiger zueinander ergibt sich die jeweilige Zeit |
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Anglierung:
Merkmal feinster Uhren u.a. die gebrochenen Kanten der Stahlteile.
Die A. wird entweder mechanisch mit dem "Pantographen"
(Storchenschnabel) angebracht oder in traditioneller Weise mit der
Feile von Hand ausgeführt. Kantenwinkel beträgt 45 Grad bei
gleichbleibender Breite der Brechungskante. |
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Anker:
zweiarmiger Verbindungshebel zwischen Räderwerk und Unruh, überträgt
Energie auf die Unruh. |
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Ankerhemmung:
Hemmung mittels Steinankers mit Paletten, auch Schweizer
Ankerhemmung genannt. Um 1715 vom englischen Uhrmacher G. Graham
erfunden. Typen der Ankerhemmung: die englische Spitzzahn-A., die
Glashütter A., die Schweizer A. |
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Automatischer Aufzug/Automatik:
Uhr, deren Zugfeder bei der Bewegung des Armes durch die Schwerkraft
gespannt wird. Eine Schwungmasse (Rotor ) dreht sich durch die
Bewegung und zieht die Feder auf. Erfinder ist Abraham L. Perrelet
(um 1770). |
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Arrondieren:
frz.: "Abrunden"; Zapfen deren Stirnseiten auf Lagerflächen reiben,
werden zur Verringerung der Reibkräfte abgerundet, so dass eine
punktförmige Lagerbelastung bei vertikalem Lagerdruck entsteht.
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Beobachtungsuhren:
Tragbare Uhr in Taschenuhrform,gibt es auch als Armbanduhr von der
Firma Laco, vorwiegend für navigatorische Zwecke bestimmt. B-Uhren
müssen einen amtlichen Gangschein besitzen; dazu
unterliegen z. B. Glashütter B-Uhren u.a. einer ‘Großen Prüfung’
(Gang- und Temperatur- sowie Lageverhalten), die 60 Tage dauert
(Chronometerzertifikat) , und einer ‘Kleinen Prüfung’ von 12 Tagen. |
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Bombiertes Glas:
Gewölbtes Glas |
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Breguet-Spirale:
Eine im Jahre 1788 von Abraham
Louis Breguet (1747 - 1823) entwickelte Unruhspirale mit nach oben
und innen gebogener Endkurve, die beim Schwingen der Unruh ihren
Schwerpunkt nicht verlagert. |
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Brücke
(Kloben):
Ein Metallteil, das den oberen Lagerpunkt für mindestens eine
Räderachse (Zapfen) bildet, und auf der Rückseite der Werkeplatine
aufgeschraubt ist. |
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Brünieren:
Färbung von Metall durch Chemikalien, um einen bestimmten Farbton zu
erzeugen. Sehr gebräuchlich bei Bronzen. |
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Cabochon:
ein polierter ungeschnittener Edelstein in Halbkugelform |
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Caliber:
Caliber (Kaliber) bezeichnet man in der Uhrmacherei ein bestimmtes
Uhrwerk.siehe auch unter K |
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Chatons
Zu deutsch: das Futter. Goldringe, die die Lagersteine umfassen
und in der Räderbrücke verschraubt werden. |
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Chronograph:
(griech.Zeitschreiber), Uhr mit Stoppmechanismus (Starten, Anhalten,
Nullstellen) |
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Chronograph-Rattrapante (s. a.
Doppelchronograph):
= Doppelzeiger, Schleppzeiger: Schleppzeiger-Chronographen. Eine Uhr mit
zusätzlicher Kurzzeitmeßeinrichtung mit zwei Sekundenzeigern, die
sich unabhängig voneinander stoppen lassen |
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Chronometer:
Präzisionsuhr, die ihre Ganggenauigkeit in einer 15-tägigen
Kontrolle bei einer offiziellen Uhren-Prüfstelle (C.O.S.C.) unter
Beweis stellt. In fünf Lagen muss der mittlere tägl. Gang zwischen -
4 und + 6 Sek. liegen; die mittlere tägl. Gangabweichung darf 2
Sek., die größte 5 Sek. nicht überschreiten. Alle Uhren werden bei
Temperaturen von 4°C, 20°C und 36°C geprüft. Werden die vorgesehenen
Toleranzen nicht überschritten, darf die Uhr die Bezeichnung
Chronometer tragen und erhält das Gangschein-Zertifikat (Bulletin de
Marché). |
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Datumsanzeige:
Indikation des Datums entweder analog durch Zeiger oder digital
durch bedruckten Ring. Zeiger und Ring drehen sich innerhalb von 31
Tagen einmal um ihre Achse. Sie werden täglich gegen Mitternacht
über das Zeigerwerk um eine Position weitergeschaltet. Bei mech.
Uhren müssen sie in Monaten mit weniger als 31 Tagen von Hand
korrigiert werden. Meistens über einen Drücker im Gehäuserand, über
Krone und Zeigerwerk. |
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Digitale Anzeige:
Die Zeit wird in Ziffern dargestellt. |
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Doppelchronograph (s. a. Chronograph-Rattrapante)
Eine Uhr mit zusätzlicher Kurzzeitmeßeinrichtung mit zwei
Sekundenzeigern, die sich unabhängig voneinander stoppen lassen. |
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Dreiviertelplatine
Eine große Räderbrücke, die das Werk zu drei Vierteln bedeckt. Sie
ist eine Spezialität des klassischen Glashütter Uhrenbaus. |
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Drücker:
Ein Teil, mit dem sich eine Funktion betätigen lässt. Bei
Sprungdeckeluhren lässt sich über einen D. der Deckel öffnen;
Chronographen werden mit Hilfe von Drückern gestartet, gestoppt und
nullgestellt; Über D. werden auch manche Repetitionsschlagwerke
ausgelöst. |
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Ebauche:
frz., Rohwerk ohne Hemmung und Zugfeder |
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Echappement:
frz., Hemmung |
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Edelmetalle:
Für die Gehäuse von Armbanduhren werden die Edelmetalle Gold, Platin
und Silber verwendet. Gold wird dabei mit einem Feingehalt von
333/1000 (8 Karat), 375/1000 (9 Karat), 575/1000 (14 Karat) oder
750/1000 (18 Karat) verwendet. Die Legierung mit anderen Metallen
(z.B. Kupfer) bestimmt den Farbton. 21-, 23- oder gar 24-karätiges
Gold findet man z.B. bei Aufzugsrotoren. Platin mit einem Feingehalt
von 950/1000 ist wegen der dezenten Farbe begehrt. |
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Edelstahl:
Legierung aus Stahl, Nickel und Chrom, rostfrei, extrem
widerstandsfähig und antimagnetisch, jedoch schwer zu bearbeiten. |
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Email:
frz. farbiger Glasfluss auf Metall, der diesem als Schutz oder
Zierde dient. Chemisch besteht Emaille oder eingedeutscht Email aus
Sonderglas, das man mit Antimonaten, Zirkonoxid oder Titandioxid
weiß, mit Kobaltoxid, Chromoxid oder anderen Farbstoffen bunt
einfärbt. Bei 1200° Celsius wird das Glas geschmolzen und
abgeschreckt. Die entstehenden Körner werden mit den Färbemitteln
gemahlen. Schließlich wird das Email durch Streichen, Tauchen oder
Spritzen auf die gut gereinigte Metallbasis aufgetragen und im
Spezialofen bei 800° bis 900° Celsius gebrannt. |
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Étanche:
frz. wasserdicht. Eines gilt es sorgfältig zu bedenken: Angaben über
den Grad der Wasserdichtigkeit sind Momentaufnahmen und keine
lebenslang garantierten Werte. Manipulationen am Gehäuse,
Alterungsprozesse beim Dichtungsmaterial oder starke
Temperaturschwankungen (z.B. vom Sonnenbad ins kühle Nass) können
auch ins dichteste Gehäuse Wasser eindringen lassen und zu teuren
Reparaturen führen. Die Empfehlung der Bedienungsanleitungen,
wasserdichte Uhren einmal jährlich kompetent überprüfen zu lassen,
sollte ernst genommen werden. |
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Ewiger
Kalender
Ein Mechanismus zur Steuerung der Datumsanzeige, der die
unterschiedlichen Monatslängen in den normalen Jahren und auch in
den Schaltjahren berücksichtigt. |
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Feder:
Die Unruhspirale einer mechanischen Uhr benötigt ca. 1/1.000.000.000
eines PS, um ihre Schwingungen aufrecht zu erhalten. Diese Kraft
liefert - auf dem Weg über das Räderwerk -die Zugfeder, und das, je
nach Ausführung des Uhrwerks, knappe zwei Tage lang. Die Zugfeder
ist mit Hilfe von Haken und Ösen an Federhaus und Federwelle
befestigt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um eine Legierung aus
Eisen-Nickel-Chrom mit Zusätzen von Kobalt-Molybdän-Gluzinium.
Derartige Zugfedern, die "Nivaflex" ist eine der prominentesten
Vertreterinnen, weisen auch eine ganze Reihe Vorteile auf: Sie sind
unzerbrechlich, rosten nicht und widerstehen der Verformung.
Außerdem sind sie fast amagnetisch. |
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Feinregulierung:
Vorrichtung für das Feinstellen der täglichen Gangabweichung. Es
gibt verschiedene Konstruktionen, z.B. die elegante mit Schwanenhals
oder die mit Exzenterschraube. Weit verbreitet ist der Irrglaube,
eine Feinregulierung führe zu einer höheren Präzision. Auch mit
einem ganz normalen Rückerzeiger lässt sich eine Uhr exakt
regulieren. Dieser Vorgang erfordert allerdings viel
Fingerspitzengefühl |
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Fliegendes Tourbillon
Beim fliegenden Tourbillon ist die Unruh, der Anker und das Ankerrad
in einem einseitig gelagerten Käfig untergebracht, der sich in der
Minute einmal um 360 Grad dreht. Dadurch wird die auf die Unruh
wirkende Erdschwerkraft ausgeglichen. |
Frequenz:
Anzahl der Halbschwingungen/Sekunde (Maßeinheit = Hertz). Ein
Sekundenpendel vollzieht eine Schwingung in 2 Sekunden, deshalb
beträgt die Frequenz 1/2 Hertz (Hz). Eine Armbanduhr, deren Unruh
18.000 Halbschwingungen/Stunde vollzieht, besitzt eine Frequenz von
2,5 Hz. Schnellschwinger mit 28.800 Halbschwingungen/Stunde eine
Frequenz von 4 Hz |
Galvanische Veredelung
Auf galvanischem Weg wird das Basismaterial, aus dem die
Uhrwerksteile gefertigt werden, mit einer dünnen Schicht Gold oder
Rhodium (einem Platin ähnlichen, silbrig glänzenden Metall)
überzogen. |
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Gangabweichung:
tägl. Abweichung 0 bis +15 Sek. Dies sind die von Chronoswiss
festgelegten Toleranzen. |
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Gangdauer
Betriebsbereitschaft einer Uhr für die Zeit, die nach dem Vollaufzug
bis zur völligen Entspannung der Triebfeder vergeht. |
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Gangreserve:
= Gangdauer, Max. Laufzeit eines mechanischen Uhrwerks nach
Vollaufzug |
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Gebläute Schrauben
Gehärtete Schrauben aus Stahl, die durch Erwärmen auf etwa 290°C
entspannt werden, wodurch sie eine dauerhafte tiefblaue Farbe
annehmen. |
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Gebläute Zeiger:
„Bläuen“ oder „Blau anlassen“. Die Oberfläche von Stahl oxydiert bei
Erhitzung. Dunkelblau bei 290°C – 310°C |
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Genfer Streifen:
Häufig verwendete rippenförmige Dekoration auf den Brücken und
Kloben feiner Uhren. Wird vor der galvanischen Veredelung
aufgebracht, bleibt erkennbar. Genfer Streifen finden sich im
Allgemeinen nur bei hochwertigen Uhren. |
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Glashütter Dreiviertelplatine
Obere, durch das Bodenglas sichtbare Brücke, in der alle Lagersteine
sitzen, außer der Unruh. Sie bedeckt Dreiviertel der Werkefläche.
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Glashütter Streifenschliff (identisch mit Genfer Streifenschliff)
Feiner, regelmäßiger, streifenförmiger Schliff zur Dekoration des
Uhrwerkes, aufgebracht auf der Räderbrücke oder dem Unruhkloben. |
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Glucydur-Unruh:
Unruh, die nach der Erfindung der autokompensierenden Unruhspirale
bei hochwertigen Uhren die bimetallische Kompensationsunruh ablöste.
Glucydur-Unruhen bestehend aus einer Kupferlegierung, der ca. 3
Prozent Beryllium beigemengt werden. Goldfarben. Die einfacheren
Nickelunruhen sind Silberfarben. Glucydur-Unruhen besitzen eine
Härte von 380 Vickers gegenüber 220 für die Nickel-Unruh und 180 für
jene aus Messing. Dadurch lassen sie sich vorzüglich vernieten,
auswuchten und feinregulieren (amagnetisch, nicht oxydierend). |
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GMT= UTC:
Weltzeituhr. Greenwich Mean Time. Greenwich bildet den Null-Meridian
der Weltzeit. Die Erde ist in 24 Zeitzonen unterteilt. Die
Zeitanzeigen erfolgen auf der Erde immer bezogen auf GMT.
So hat z.B. New York
GMT -7, Sidney +8. |
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Gold:
Edelmetall. In sehr hochwertigen mechanischen Uhren werden z.B. auch
die Schrauben der Unruh, Steinfassungen, Räder oder gar das ganze
Werk aus Gold gefertigt. |
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Guillochieren:
Aufbringen von verschlungenen geometrischen Formen (Guillochen) auf
Metall, erfolgt maschinell durch Steuerung des Gravierwerkzeugs mit
mechanischen Getrieben. |
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Handaufzugsuhr:
Zeitmesser, bei dem die Zugfeder täglich mit Hilfe der Aufzugs-Krone
von Hand gespannt werden muss |
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Härte
(gemessen in Vickers-Graden)
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Härte |
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Acrylglas |
20 |
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Lacküberzug |
20 |
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Messing |
120 |
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Titan |
200 |
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Stahl |
200 |
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Alu eloxiert |
300 |
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Unbehandeltes Mineralglas |
400 |
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Thermisch behandelter Stahl |
500 |
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Gehärtetes Mineralglas |
900 |
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Hartverchromung |
1100 |
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Hartmetall |
1500 |
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Saphirglas |
2000 |
Saphirglas ist also 5x so hart und kratzfest wie Mineralglas und
100x so hart wie Kunststoffglas. |
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Hemmung:
Ein
Mechanismus, der eine schlagartige Entspannung der Aufzugsfeder
verhindert und eine kontinuierliche Entspannung bewirkt.
Mechanismus, der die Kraft von der
Zugfeder über das Räderwerk auf das Schwingsystem (Unruh,
Unruhspirale) einer Uhr überträgt. Die H. besteht aus dem Ankerrad
mit zugehörigem Trieb, dem Anker mit den beiden Paletten, der
Ankergabel, den Sicherheitsstiften sowie der großen Rolle mit
Ellipse und der kleinen Rolle. Die beiden Rollen sind auf der
Unruhwelle befestigt und bewegen sich im Rhythmus der Unruh hin und
her. (Schweizer Ankerhemmung) Die H. einer mech. Armbanduhr führt
Schwerstarbeit aus: Bei einer Schlagzahl der Unruh von 28.800
Halbschwingungen/Stunde lässt sie das Räderwerk innerhalb von 24
Stunden 691.200-mal vorrücken. Innerhalb von vier Jahren ergibt dies
über eine Milliarde Kraftstöße, die durch die H. weitergeleitet
werden. Dies entspricht der sechsfachen Leistung eines menschlichen
Herzens. |
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Incabloc:
Ist die meistgebrauchte Stoßsicherung bei Taschen- und Armbanduhren.
Lässt sich problemlos in alle Kaliber einbauen. |
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Indirekte Zentralsekunde:
Bei Uhrwerken mit i. Z. liegt der Antrieb des Sekundenzeigers
außerhalb des eigentlichen Kraftflusses im Räderwerk. Die i. Z.
findet man häufig bei Kalibern, die mit kleiner Sekunde konstruiert
sind. |
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Jewels:
Internationale Bezeichnung für die Steine eines Uhrwerks. S.a.
Rubine |
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Kadratur:
Mechanismus z.B. für Schlagwerke, Kalendarien oder auch
Chronographen |
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Kaliber:
Fachausdruck für Form und/oder die Größe eines Uhrwerks, gibt in der
Regel den Werktyp an.
Früher
bezeichnete “Kaliber" den Uhrwerkedurchmesser, gemessen in Pariser
Linien (eine Linie entspricht 2,256 mm). Heute wird mit “Kaliber" im
allgemeinen ein Uhrwerk als solches bezeichnet. Die nachfolgende
Zahl steht dabei häufig nicht im Bezug zum Durchmesser. |
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Karat:
Maßangabe z.B. des Goldgehalts einer Legierung in einer 24-teiligen
Skala. Feingold, fast 100% reines Gold, besitzt 24 Kt. Das Gehäuse
einer 18-karätigen Armbanduhr hat 750 Tausendteile Feingold sowie
sonstige Legierungsmetalle (Kupfer, Messing, Silber). Ein Karat ist
der 24.Teil eines kg Feingold, also 41,66 g. Der Goldgehalt wird auf
dem Gehäuse mit einem Stempel (Punze) vermerkt. |
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Kloben:
Träger für Anker-, Unruh-, Radlager. Nur an einer Stelle mit
Stellstiften fixiert. |
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Komplikation
Zusatzmechanik über die reine Zeitanzeige hinaus. Für verschiedene
Anzeigen und Funktionen: Chronograph, Ewiger Kalender ... |
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Krone:
Knopf zum Aufziehen einer Uhr, zum Zeigerstellen und/oder
Korrigieren von Datumsanzeigen etc. |
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Lagen:
Spielt bei der Regulierung eine ganz erhebliche Rolle. Speziell
Armbanduhren werden - im Gegensatz zu Taschenuhren - in vielen
verschiedenen Positionen getragen. Taschenuhren befinden sich in
aller Regel entweder in hängender (Krone oben) oder liegender
Position (Zifferblatt oben). Präzisionsarmbanduhren werden daher im
Allgemeinen in 5 verschiedenen Lagen "Krone links", "Krone oben",
"Krone unten", "Zifferblatt oben" und "Zifferblatt unten" reguliert.
Sollen sie die Bezeichnung "Chronometer" tragen, muss die
Ganggenauigkeit durch eine mehrtägige Kontrolle bei einer
offiziellen Uhren-Prüfstelle (C.O.S.C.) unter Beweis gestellt
werden. In den 5 Lagen muss der mittlere tägl. Gang zwischen -4 und
+6 Sek. liegen; die mittlere tägliche Gangabweichung darf 2 Sek.,
die größte Gangabweichung 5 Sek. nicht überschreiten. Alle Uhren
werden bei Temperaturen von 4°C, 20°C und 36°C geprüft. Nach
Bestehen der Chronometerprüfung wird ein Zertifikat ausgefertigt. |
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Lager:
Bohrungen für die Zapfen des Räderwerks. In feinen Armband- und
Taschenuhren, aber auch bei Großuhren werden die Bohrungen speziell
für schnell drehende Räder und Triebe mit Lagersteinen versehen.
Einfache(re) Zeitmesser begnügen sich mit Löchern in den Platinen,
Brücken oder Kloben. Dies führt dazu, dass die Bohrungen bei
Ölmangel nach geraumer Zeit "auslaufen" können. In diesem Fall
können fähige, willige und entsprechend ausgestattete Uhrmacher
Messing oder Bronzefutter einsetzen. |
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Lagerstein
Künstlich gezogener Rubin mit einem zentrischen Loch zur
reibungsarmen Lagerung der Zapfen (Wellen der Zahnräder). |
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Leuchtzeiger, die ohne Lichteinwirkung leuchten, sind aus
Prometium, einem extrem schwach strahlenden radioaktiven
Material, das absolut ungefährlich für die Gesundheit ist. Die
Halbwertzeit von Prometium beträgt 5 Jahre (danach strahlt es nicht
mehr). Schweizer Fabrikanten verwenden auch Tritium
(Halbwertzeit 10 Jahre, stärkere Gamma-Strahlung). Zeiger, die
aufgenommenes Licht nur wieder abgeben, enthalten Zink-Sulfid
oder Zink-Silikat. |
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Lunation:
s.Mondphasen |
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Lünette:
frz. Glasreif eines Gehäuses, der mit dem eingesetzten Glas auf das
Mittelteil des Gehäuses aufgesprengt oder wie bei Chronoswiss
verschraubt wird. |
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Manufaktur:
Von lat.
manu factum (von Hand gemacht). Im uhrmacherischen Sinne bezeichnet
der häufig mißbrauchte Begriff die Arbeit eines Uhrenherstellers,
der ausschließlich selbst entwickelte und in voller Fertigungstiefe
selbst hergestellte Uhrwerke verwendet.
Manufaktur darf sich ein
Uhrenhersteller im Grunde genommen nur dann nennen, wenn er
mindestens ein Ebauche oder Rohwerk selbst fertigt. Die
Fertigsteller konfektionierter Rohwerke spezialisierter Fabrikanten
heißen branchenintern Etablisseure. Ausnahme sind Uhrenmarken, die
exklusive oder eigens für sie reservierte Werke einsetzen.
Schließlich gibt es Modifikationen an gängigen Standard-Kalibern,
die im speziellen Auftrag verschiedener Etablisseure entwickelt und
realisiert werden. |
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Mechanische Uhren:
Uhren, die über eine Feder angetrieben werden und deren
Schwingsystem rein mechanisch läuft, z.B. Unruh oder Pendel |
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MEZ:
Mitteleuropäische Zeit. Am 1. April 1893 führten Deutschland und
andere zentraleuropäische Länder die MEZ ein. Die MEZ besitzt eine
Differenz von +1 Stunde gegenüber der als Welt- oder Universalzeit
definierten mittleren Sonnenzeit des Greenwicher Nullmeridians (GMT
Greenwich Mean Time). |
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Micron
= 1/1000 mm |
Mineralglas:
mineralisches Uhrglas,
entspricht in seiner Härte und Struktur dem Fensterglas; es ist
20x so kratzfest wie Acryl-(Plexi)Glas.
Vorteil: kratzfester als Kunststoff-Gläser. Härte 5 (Mohs.),
Nachteil: schlagempfindlich. |
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Mondphasen:
Lunation, der Mond durchläuft seine von der Stellung Sonne - Mond -
Erde abhängigen Mondphasen (Neumond - erstes Viertel - Vollmond -
letztes Viertel - Neumond) innerhalb einer Lunation von etwa 29,5
Tagen. |
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Mondphasenanzeige:
Unter Ausschnitt des Zifferblattes dreht sich Scheibe mit versch.
Mondphasen. |
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Nivarox:
Speziallegierung für Unruhspirale. Rostfrei, amagnetisch, fast
neutral bei Temperaturschwankungen |
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Panoramadatum
Großdatumsanzeige mit Datumsschnellschaltung über die Krone mittels
zweier konzentrisch angeordneter Zahlenringe. |
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Plaqué
- Plattiert = elektrolytisch (galvanisch) im Bad aufgetragene
Goldauflage (in Micron Stärke angegeben). Die eigentliche
Plattierung besteht meist aus 585/- Gold (14 Karat). „Flash“-vergoldet
= extrem dünne Goldauflage. |
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Platin:
Seltenes, kostbarstes
Edelmetall. Für 1 Gramm Platin müssen mehr als 300 Kilogramm Erz
abgebaut werden. Für 1 Gramm Gold reichen schon 100 kg. Mit 1.773°C
besitzt es den höchsten Schmelzpunkt (Gold 1.063°C, Silber 960°C).
Fester, zäher und schwerer als andere Schmuckmetalle, weshalb
spezielle Werkzeuge und Techniken zur Anwendung kommen. Schließlich
wird es zumeist mit einem Feingehalt von 950/1000 verwendet. D.h.,
dass entsprechende Produkte zu 95% aus reinem Platin bestehen. Ein
Platin Gehäuse wiegt rund 35% mehr als ein Pendant aus 18-karätigem
Gold. |
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Präzision:
Die tickende Uhr gehört zu den ältesten und gleichzeitig genauesten
mechanischen Maschinen. Ein Werk, das täglich (86.400 Sek.) um 30
Sekunden von der offiziellen Zeitnorm abweicht, besitzt eine
arithmetische Fehlerquote von 0,035%. Ihr Genauigkeitsgrad liegt
bereits bei erstaunlichen 99,965%. Offiziell geprüfte Chronometer
erreichen weitaus bessere Werte, die bei weniger als 0,005 % liegen
können. |
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Regulator:
frz. Régulateur. Präzisionspendeluhren, die früher zum Prüfen von
Kleinuhren verwendet wurden. Kennzeichen: Außermittige
Stundenzeiger.
Heute
bezeichnet es auch eine Zifferblattanordnung für die genauere
Ablesbarkeit: Sekunden und Stunden werden dezentral, die Minuten
zentral angezeigt. |
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Retrograde Anzeigen:
Ein Zeiger bewegt sich zur Indikation z.B. der Zeit oder des Datums
über ein Kreissegment (1 bis 12 oder 1 bis 31). Wenn er am Ende der
Skala angekommen ist, springt er ruckartig in seine Ausgangsposition
zurück. Zu diesem Zweck ist der Zeiger unmittelbar oder über einen
Hebel mit einer kleinen Schnecke gekoppelt. Wenn der Zeiger an
seiner Endposition angekommen ist, fällt das Ende über die Stufe der
Schnecke und bewegt so den Zeiger in seine Ausgangsposition. |
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Rohwerk:
Ebauche. Komplettes Uhrwerk (Platinen, Brücken, Rädersatz,
Stahlteile ...) ohne Hemmung, Unruhreif, Spiralfeder, Zugfeder,
Zifferblatt und Zeiger. Auf Wunsch ist es mit oder ohne
eingepressten Lagersteinen erhältlich. Finissierung entsprechend dem
eigenen Anspruch. Wegen aufwändiger Produktionseinrichtungen werden
Rohwerke nur von wenigen spezialisierten Herstellern entwickelt und
angefertigt. |
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Rotor:
Unbegrenzt drehende Schwungmasse bei Automatikuhren. Je nach
Konstruktion des Selbstaufzugs wird die Zugfeder in einer oder
beiden Drehrichtung(en) gespannt. Es gibt Zentral- und Mikrorotoren.
Erstere drehen sich über dem ganzen Werk, letztere sind in die
Werksebene integriert |
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Saphirglas:
Kratzfestes Uhrenglas der Härte 9 (Mohs). Ist
das härteste unter allen Gläsern (5x so kratzfest wie Mineralglas).
Nur der Diamant ist härter.
Es ist nur unter hohem Kostenaufwand zu schleifen; deshalb wird bei
gewölbten Gläsern meist (gehärtetes) Mineralglas verwendet.
Saphirglas besteht aus synthetisch hergestelltem Saphir, hat genau
dieselbe kristalline Struktur wie echter Saphir, bildet keine
Schlieren und hat keine Poren. |
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Satinierung
Feinschliff-Dekor, dessen Wortstamm seinen Ursprung in "Satin",
einem feinen, leicht glänzenden Baumwollgewebe, hat. |
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Schleppzeiger:
Doppelzeiger, (Rattrapante), zweiter Zeiger auf Sekundenwelle. Zwei
oder mehr Vorgänge lassen sich simultan stoppen, wenn sie
gleichzeitig beginnen und unterschiedlich lange dauern. Dies ist
beispielsweise bei Wettläufen der Fall. Der Schleppzeiger ist über
einen komplexen und teuren Mechanismus mit dem Chronographenzeiger
gekoppelt. Über einen speziellen Drücker lässt sich der
Schleppzeiger beliebig oft anhalten und - zum Beispiel nach dem
Ablesen einer Zwischenzeit - mit dem unterdessen weiterlaufenden
Chronographenzeiger wieder in Deckung bringen. |
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Schnellkorrektur (zweite
Zeitzone):
Vorrichtung für Direkteinstellung der 2. Zeitzone über Drücker (1
Std.). |
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Schraubenunruh
Unruh, bei der der Unruhreif mit eingelassenen Schrauben
ausbalanciert wird, um die Gewichtsbalance der Unruh herzustellen.
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Schwanenhals-Feinregulierung
Eine Regulierungseinrichtung zur Einstellung des genauen Ganges
einer Uhr, bei der das Rückstellmoment für den Rückerzeiger zur
genauen Justierung durch eine Feder erzeugt wird, die die Form eines
Schwanenhalses hat. |
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Schweiß
des Trägers funktioniert wie die Säure in einer Autobatterie. Es
entsteht eine Elektrolyse (ein galvanisches Bad), in der die Ionen
vom Trägermaterial zur Haut wandern. Dadurch kann sich die Haut
verfärben und die Auflage sich ablösen. |
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Schweizer Ankerhemmung:
Hemmung: Freie Hemmung für Kleinuhren, bei der sich die Zähne des
Ankerrads nach außen kolbenförmig verbreitern. Dadurch verteilt sich
die Hebung auf das Gangrad und den Anker mit seinen beiden (Rubin-)Paletten |
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Sekunde:
86.400 Teil eines Tages. Seit 1967 gilt, dass eine Sekunde der Dauer
von 9.192.631.770 elektro-magnetischen Schwingungen in der
Elektronenhülle des Cäsium-Atoms entspricht. Ist in Deutschland
Grundlage der Zeitmessung |
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Skelettwerk:
Werk, bei dem Platine, Brücken, Kloben, Federhaus und ggf. Rotor so
weit durch Stanzen, Sägen oder Fräsen reduziert wurde, dass nur für
die Funktion unabdingbar notwendiges Material übrig bleibt. So kann
man durch das Uhrwerk hindurchschauen. Die Skelettierung wird bei
feinen Uhren von Hand oder halbautomatisch nach Schablone (Pantograph)
ausgeführt und verkörpert die höchste Schule der Uhrmacherei |
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Sonnenschliff
Durch Schleifen halbkreisförmig strukturierte Oberfläche von
Metallteilen (Räder, Zifferblätter), die bei reflektierendem Licht
optisch den Eindruck einer strahlenden Sonne erzeugt. |
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Spirale:
Nivarox. "Seele" einer mechanischen Uhr. Der schmale, bandförmige
Metallstreifen sorgt dafür, dass die Unruh regelmäßig hin- und
herschwingt. Durch Verlängerung oder Verkürzung der Spirale lässt
sich die Schwingungsdauer der Unruh verändern. |
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Springende Stunde:
Werk, bei dem der Stundenzeiger durch eine Scheibe ersetzt ist, die
alle 24 (z.B. Delphis) Stundenziffern trägt. Ein kleiner
Zusatzmechanismus sorgt dafür, dass diese Scheibe nach jeweils 60
Minuten um jeweils 30 Bogengrade weiterspringt und im
Zifferblattausschnitt die nächste Stunde erscheint. |
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Steine:
Zur Verminderung der Reibung in den wichtigsten Lagern werden an den
Ankerpaletten und der Ellipse Steine eingesetzt. Lagersteine
(Lochsteine) und Decksteine. Nicht zwangsläufig müssen viele Steine
bei einem Werk Ausdruck besonderer Güte sein. Im Gegenteil: Oftmals
soll gerade bei billigen Armbanduhren eine auf dem Zifferblatt
vermerkte hohe Zahl von "Jewels" eine hohe Qualität suggerieren. Bei
diesen Uhren sind jedoch die Steine in den seltensten Fällen dort
angebracht, wo sie wirklich gebraucht werden. Eine Präzisionsuhr mit
Handaufzug benötigt mindestens 15 funktionelle Steine: 10
Lagersteine, 2 Decksteine für die Unruh, 2 Palettensteine für den
Anker sowie 1 Hebelstein (Ellipse). Eine optimale Ausstattung ist
mit 18 Steinen gegeben. Bei komplizierten Uhren, z.B. mit
automatischem Aufzug, Chronograph oder Repetitionsschlagwerk erhöht
sich die Zahl der erforderlichen Steine. |
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Stoßsicherung:
System zum Schutz der feinen und sehr empfindlichen Zapfen der
Unruhwelle vor Bruch. Die Loch- und Decksteine der Unruhwellenlager
sind federnd in der Hauptplatine und dem Unruhkloben befestigt. Bei
harten Stößen geben sie entweder lateral und/oder axial nach. Eine
stoßgesicherte Armbanduhr soll einen Sturz aus 1 Meter Höhe auf
einen Eichenholzboden unbeschadet überstehen. Außerdem darf sie
danach keine wesentlichen Gangabweichungen aufweisen. |
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Swiss Made:
Ursprungsbezeichnung auf dem Zifferblatt und/oder dem Werk einer "schweizer
Armbanduhr". Heute gibt es Zeitmesser, welche den
Swiss-Made-Schriftzug - juristisch völlig korrekt - zur Schau
stellen, aber faktisch nicht verdienen. Sie profitieren von einem
revidierten Erlass über die Benutzung des Schweizer Namens für Uhren
("Swiss Made"-Verordnung), wonach die Herkunftsbezeichnung "Swiss
Made" verwendet werden darf, wenn das Werk schweizerisch ist,
Montage, Einschalung und Endkontrolle in der Schweiz erfolgen.
Schweizer Werke sind solche, deren Bestandteile aus schweiz.
Fabrikation - ohne Berücksichtigung der Montagekosten - mindestens
50% des Werts ausmachen. |
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Tachymeterskala:
Zifferblattskalierung bei Chronographen, zur Messung von
Durchschnittsgeschwindigkeiten. Zur Feststellung muss eine Strecke
von einem Kilometer oder einer Meile durchfahren werden. Am
Anfangspunkt der Messstrecke, z.B. Meilenstein einer Autobahn, wird
der Chronograph gestartet, an ihrem Ende wieder gestoppt. Der
Chronographenzeiger deutet nun auf die Durchschnittsgeschwindigkeit
(km/h oder mph), mit der die jeweilige Messstrecke durchfahren
wurde. |
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Taucheruhren
haben eine speziell abgedichtete Krone. Der Boden ist besonders
gut abgedichtet, und das Werk ist durch einen Container aus
Kunststoff besonders geschützt. |
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Titan
ist ein Werkstoff, der in der Weltraumfahrt eingesetzt wird (extrem
hitzebeständig). Er enthält keinerlei Nickel und kann deshalb auch
keine Nickel-Allergien auslösen. Das Material ist im Vergleich zu
Stahl spröder. Deshalb wird der Boden eingeschraubt und nicht
eingedrückt. Der Verschluss des Titan-Uhrenbandes besteht meist aus
einem absolut Nickel-freien Stahl, weil hier eine höhere
Flexibilität vonnöten ist. |
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Tourbillon
Mechanismus, bei dem sich Hemmung und Unruh während des
Schwingvorgangs um sich selbst drehen, um so die durch die
Erdanziehungskraft auftretenden Abweichungen auszugleichen. |
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Unruh:
Die U. ist in Verbindung mit der Unruhspirale das gangregelnde Organ
einer mechanischen Uhr. Von ihrer Konstruktion hängt die Präzision
eines Zeitmessers ganz entscheidend ab. Der Unruhreif kann als
statisch ausgewuchtetes "Schwungrad" definiert werden. Bei
klassischen Uhrwerken schwingt die Unruh mit
5Halbschwingungen/Sekunde oder 18.000/Stunde hin und her. Bei
moderneren Armbanduhren wurde, um die Ganggenauigkeit zu steigern,
die Schlagzahl der Unruh auf 19.800, 21.600, 28.800 oder gar 36.000
Halbschwingungen/Stunde erhöht. Die Geschwindigkeit der
Unruh-Rotationen (28.800 Halbschwingungen/Stunde) entspricht
derjenigen des Rades einer Lokomotive, welche mit rund 140 km/h über
die Schienen rollt. Es wird in allen hochwertigen mech. Uhren
verwendet. Moderne Glucydur-Unruhn (Kupfer-Beyllium-Legierung)
besitzen eine Härte von 380 Vickers. Dadurch lassen sie sich
vorzüglich vernieten, auswuchten und feinregulieren |
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Unruhkloben
Der durch das Bodenglas sichtbare Teil zur Lagerung der Unruhwelle,
wird häufig mit gravierten Ornamenten verziert. |
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Valjoux 7750 (ETA Valjoux 7750)
Das in der Schweizer Uhrenindustrie am häufigsten verwendete
Chronographenwerk
Automatik,
Durchmesser 30 mm; 7,9 mm hoch, 25 Steine, 28800 A/h, 50 Stunden
Gangreserve
Verschiedenen Ausführungen, z. B.:
7750 CCL = CON COURS DE LUNE = Valjoux 7750 mit Anzeige der
Mondphase bei 3.oo Uhr
7750 CCD = CON COURS DE DATE = Valjoux 7750 mit Zeigerdatum bei 3.oo
Uhr
7750 GG = GRAND GUICHET = Großdatum radial angeordnet, genau um 24
Uhr springendes Datum, Zähler im Tricompax. |
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Verschraubte Chatons
Lagersteine, die in einem kleinen Goldring gefaßt und mittels dreier
winziger Schrauben in der Brücke paßgenau verschraubt sind. |
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Vollkalendarium:
Komplettes Kalendarium mit Anzeige von Tag, Datum und Monat. Es
erfordert in sämtlichen Monaten mit weniger als 31 Tagen eine
manuelle Korrektur der Datums- und der Monatsindikation. |
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Wasserdichte Armbanduhren:
Bei einer wasserdichten Uhr sind Gehäuse, Aufzugskrone, Drücker und
Glas so gearbeitet, daß Staub und Wasser nicht eindringen können. 3
atü ist der Druck von 3 kg/cm2 und entspricht 30m Tiefe. (étanche)
Wasserdichte Armbanduhren sollen einmal jährlich überprüft und
gewartet werden.
Da beim Schwimmen durch die Schwimmbewegungen höhere Drücke
entstehen, sind dafür eigentlich nur solche Uhren geeignet, die
mindestens 100 m wasserdicht sind.
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Wasserdicht bis 50 m: |
30
min. in 1 m Tiefe
90 sec. in 20 m Tiefe
= DIN 8310 |
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Wasserdicht ab 100 m: |
Erfüllt die internationalen sicherheitstechnischen
Anforderungen für Taucher. |
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Weltzeitindikation:
UTC - GMT: Ausgehend vom Greenwicher Nullmeridian verschiebt sich
die Zeit nach jeweils 15 Längengraden um eine volle Stunde. Dieses
Weltzeitsystem wurde 1883 zuerst von Kanada und den USA eingeführt.
Uhren mit Weltzeitindikation zeigen zwei oder mehrere Zeitzonen auf
einem Zifferblatt an. Zu diesem Zweck sind entweder mehrere Uhrwerke
in einem Gehäuse untergebracht oder ein Zusatzmechanismus ermöglicht
die Darstellung mehrerer Zeitzonen (System "heure universelle" bis
hin zu 24). Weltzeit-Armbanduhren, die es seit den dreißiger Jahren
gibt, sind vor allem bei Langstreckenfliegern und Geschäftsleuten,
die häufig über weite Entfernungen hinweg telefonieren müssen, sehr
beliebt. |
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Werkplatte
Grundplatine, auf der das Uhrwerk aufbaut. Auf der Vorderseite wird
das Zifferblatt befestigt, die Rückseite dient als untere
Lageraufnahme für die verschiedenen Radwellen (Zapfen). |
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Zähler
Zusatzskala bei Chronographen für die Anzeige der bereits
vergangenen Stoppzeit (30-Minuten- und 6-Stunden-Zähler). |
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Zinnflachpolitur
Im Gegensatz zur konventionellen Trommelpolitur, bei der die zu
polierenden Teile in eine mit Steinen gefüllte rotierende Trommel
gegeben werden, werden bei der Zinnflachpolitur die Uhrwerksteile
mittels eines Zinnstabes poliert, der von Hand gleichmäßig über die
zu polierende Fläche bewegt wird. |
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Zugfeder:
Zugfedern sind lange, elastische und spiralförmig aufgewickelte
Stahlstreifen, die als Energiereservoir in mechanischen Uhren
Verwendung finden. Sie sind im Federhaus untergebracht und
entwickeln im voll aufgezogenen Zustand ihr höchstes Drehmoment. Mit
abnehmender Federspannung nimmt auch das Drehmoment kontinuierlich
ab, was sich auf den Gang einer Uhr auswirkt. Bei Uhren mit
automatischem Aufzug wird die Zugfeder regelmäßig nachgespannt. Dies
bewirkt ein relativ konstantes Drehmoment und damit einen
gleichmäßigeren Gang. In modernen Armbanduhren finden im Allgemeinen
"Nivaflex" Zugfedern Verwendung. Diese bestehen aus einer
Speziallegierung und sind dauerelastisch sowie weitgehend
bruchresistent. |
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